Der Name spielt doppelt. Zum einen nennt die SEO-Szene sich selbst ziemlich unironisch “SEO-Bubble”. Zum anderen zeigt Google jedem von uns eine eigene, personalisierte Suchwelt, die sogenannte Filterblase. Mein Job ist, dass du in der Blase deiner Kunden auftauchst. Der Name beschreibt also wörtlich, was ich tue. Und er ist nebenbei ein kleiner Arbeitsbeweis, aber dazu am Ende mehr.

Ein Name muss zwei Dinge können

Als ich einen Namen für meine Firma gesucht habe, hatte ich zwei Kriterien.

Erstens soll er dich kurz stoppen. “Such-Blase? Was soll das denn sein?” ist genau die Reaktion, die ich wollte. Ein Name, der niemanden irritiert, wird auch nicht erinnert. “Niklas Webdesign” hätte natürlich auch funktioniert. So wie ein weißes Auto funktioniert. Fährt einwandfrei, und zehn Minuten später weißt du nicht mehr, dass es an dir vorbeigefahren ist.

Zweitens soll er eine Bedeutung tragen, hinter der ich stehe. Auffallen allein ist billig, das schafft jedes Ausrufezeichen. Der Name sollte beschreiben, was ich tue, und zwar so, dass die Erklärung sich lohnt. Bei Such-Blase gibt es gleich zwei davon.

Die SEO-Bubble, in der ich stecke

Eine Bubble ist eine Gruppe von Menschen, die sich einem Thema zugehörig fühlt und vor allem untereinander darüber redet. Die deutsche SEO-Szene nennt sich selbst ganz selbstverständlich so. In Podcasts, auf LinkedIn und auf Konferenzen fällt ständig der Satz “in der SEO-Bubble diskutieren wir gerade…”.

Ich bin Teil dieser Bubble. Freiwillig und gerne. Ich lese Ranking-Analysen zum Frühstück und diskutiere Google-Updates mit einer Ernsthaftigkeit, die andere Menschen für Bundesliga-Tabellen reservieren. Der Name bekennt sich dazu, statt es zu verstecken. Für dich ist das übrigens die nützlichere Variante. Du musst dieser Bubble nicht beitreten, du brauchst nur jemanden, der drinsteckt und dir rausholt, was für dich zählt.

Deine Kunden googeln in ihrer eigenen Blase

Der zweite Pfeiler ist der spannendere, weil er direkt dein Geschäft betrifft.

Den Begriff Filterblase hat der amerikanische Autor und Internet-Aktivist Eli Pariser geprägt, in seinem Buch “The Filter Bubble” von 2011. Er beschrieb darin, wie Algorithmen das Netz für jeden Nutzer anders sortieren, je nachdem, was er anklickt, wonach er sucht und wo er sich befindet. Jeder bewegt sich in einer eigenen, auf ihn zugeschnittenen Version des Internets und bekommt vieles gar nicht mehr zu sehen.

Bei der Google-Suche ist das keine Verschwörungstheorie, sondern dokumentierte Funktionsweise. Google nennt die Faktoren selbst. Dein Standort, deine Sprache, dein Gerät, dein bisheriger Suchverlauf und deine aktuellen Suchanfragen beeinflussen, was du zu sehen bekommst und in welcher Reihenfolge. Wer oft Videos anschaut, bekommt bei der nächsten Suche eher Videos nach oben sortiert. Zwei Menschen tippen dieselbe Suche ein und bekommen zwei verschiedene Ergebnislisten.

Anders gesagt: du siehst nicht das Internet. Du siehst dein Internet.

Wie dick ist die Blase wirklich?

Ehrlicherweise streitet die Forschung darüber, wie dramatisch dieser Effekt ist. Als fast 4.000 Menschen rund um die Bundestagswahl 2017 ihre Google-Suchergebnisse für die Forschung spendeten, kam weniger Personalisierung heraus als erwartet. Von neun Treffern waren im Schnitt sieben bis acht bei allen gleich, und die Unterschiede, die es gab, waren vor allem regional.

Die Blase ist also weniger “was du denkst” und mehr “wo du gerade stehst”. Wer dir erzählt, Google sperre jeden Menschen in ein Meinungsgefängnis, übertreibt. Für dein Unternehmen ist das trotzdem keine Entwarnung. Es ist sogar die eigentliche Nachricht.

Die stärkste Blase ist die lokale

Denn der Faktor, der Suchergebnisse am zuverlässigsten verändert, ist der Standort. Wer in Schwandorf nach einer Zimmerei sucht, sieht andere Ergebnisse als jemand mit derselben Suche in Hamburg. Dazu kommen die Karten-Einträge, die Google bei lokalen Suchen prominent über die normalen Treffer setzt. Deine Kunden suchen nicht im neutralen, weltweiten Google. Sie suchen in ihrer regionalen Blase.

Und diese Blase kennt nur drin oder nicht drin. Entweder du tauchst darin auf oder dein Wettbewerber tut es. Ein “beide ein bisschen” gibt es auf Seite eins nur selten.

Genau da setzt meine Arbeit an. Mit gezielter Suchmaschinenoptimierung sorge ich dafür, dass dein Unternehmen in der Blase sichtbar wird, in der deine Kunden tatsächlich suchen. Nicht in irgendeinem Ranking-Report, den außer uns niemand ansieht, sondern in dem Google, das deine Kunden abends auf dem Sofa aufrufen. Deshalb Such-Blase. Der Name ist das Produkt.

Was der Name sonst noch verrät

Zum Schluss noch die Ebene, die mir am wichtigsten ist.

So, wie dieser Name entstanden ist, arbeite ich auch. Erst verstehen, was das Ding leisten muss, in diesem Fall auffallen und etwas bedeuten. Dann recherchieren, bis die Sache trägt. Ja, ich habe für zwei Wörter mit Bindestrich Studien zur Personalisierung von Suchergebnissen gelesen. Dann entscheiden und dazu stehen.

Deine Website, dein Google-Profil, deine Texte entstehen nach demselben Muster. Nicht das Erstbeste, das irgendwie funktioniert, sondern das Durchdachte, das zu dir passt und einen Grund hat. Wenn ich das schon beim eigenen Firmennamen so mache, kannst du dir vorstellen, wie ich mit deinem Projekt umgehe.

Wenn du wissen willst, wie die Blase deiner Kunden aussieht und wo du darin gerade stehst, dann lass uns reden. Das Erstgespräch kostet nichts, außer einer halben Stunde in meiner Bubble.